Über uns

Ein gutes Dutzend motivierte Menschen hat sich Ende 2020 gefragt: Klimaentscheid? Brauchen wir das, wollen wir das, können wir das? Und dann hat einfach kein Mensch nein gesagt. Here we are now, der Klimaentscheid Jena:

Vier von fünf Bäumen sind krank. Wir wissen das und dennoch handeln wir nicht. Jetzt ist Zeit etwas zu ändern. 

Parents und Scientists for Future, Runder Tisch Klima und Umwelt, Agrar- und Wirtschaftsingenieurin

Janka Vogel

Mit der Klimakrise stehen wir vor einer riesigen Herausforderung. Diese können wir nur mit Hilfe der Zivilgesellschaft gemeinsam lösen. Es braucht ganz neue Ansätze für Wirtschaft, Mobilität, Wohnen, Ernährung und Co. Der Klimaentscheid ist ein erster Schritt, hin zu einer zukunftstauglichen Stadt und der nötigen Mitbestimmung ihrer Bürger.

Sebastian Supp

Ich wünsche mir ein Jena, in dem ich jeden Ort schnell und bequem ohne eigenes Auto erreichen kann. Ich wünsche mir mehr Grünflächen in der Innenstadt, auf denen eine ganz andere Form von Gemeinschaft entstehen kann, ein Jena, das solidarisch, gerecht und lebenswert ist. Ich möchte, dass wir mit dem Klimaentscheid unsere Verantwortung zur Einhaltung des 1,5°-Ziels übernehmen und gleichzeitig für ein besseres Leben für alle einstehen.

Samira Lambertz

Demo um Demo sind auch in Jena tausende Menschen für Klimagerechtigkeit auf die Straße gegangen. Die gewählte Politik hat den großen Forderungen nach Nachhaltigkeit und Erhalt der Lebensgrundlagen nicht selten zugestimmt – und fand dann doch, wenn es vor Ort konkret wurde, stets einen Grund, warum das leider so nicht geht. Klimaschutz sei ja auch nicht mehrheitsfähig. Der Klimaentscheid soll schwarz auf weiß zeigen, dass die Mehrheit längst mehr Mut zur Veränderung hat, als die parlamentarische Vertretung ihr zutraut. Und dass Klima keine Öko-Spinnerei, sondern eine Existenzfrage ist.

Robert Pauli

Ich unterstütze den Klimaentscheid Jena, weil wir auch auf kommunaler Ebene eine Verantwortung für eine klimagerechte Zukunft haben. Es ist Zeit einen Systemwandel einzuleiten, zu mehr Respekt gegenüber allen Menschen und einer Welt, auf die wir und nachfolgende Generationen angewiesen sind.

Hannes Scheffel

Ich möchte nicht länger Teil einer Menschheit sein, die ihre Lebensgrundlage, ihr zu Hause wegen Geldgier und Bequemlichkeit zerstört. Hier in Jena wollen wir ein Zeichen setzen, wie es besser gehen kann. Meine Heimat mitten im Grünen Herzen Deutschlands soll lebenswerter werden und ein Vorbild für andere. Ich kämpfe für eine gerechte Welt und die Zukunft meiner Kinder.

Mutter, Jenenserin, Sprecherin der Parents und Scientists for Future Jena, Ärztin

Luise Loob

Mich ärgert, dass einem an vielen Stellen immer wieder Steine in den Weg gelegt werden, wenn es darum geht nachhaltiger zu leben. Und das fängt schon in den kleinen Dingen an. Dass man sich als Mensch aktiv dazu entscheiden muss, die Umwelt nicht zu zerstören, sondern dass das der normale Weg ist, sollte unser Ziel sein.

stellv. Sprecher des Beirates für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, weitere Klimarelevante Gruppen

Vincent Leonhardi

Ich liebe die Natur unseres Planeten und möchte mithelfen, sie in ihrer unglaublichen Vielfalt zu erhalten. In einem Klimaentscheid sehe ich die Möglichkeit, einen wichtigen Teil zu dieser niemals erfüllten Aufgabe beizutragen und gleichzeitig demokratische Strukturen zu stärken. Wenn dabei meine Heimatstadt ein wenig grüner, nachhaltiger und lebenswerter wird, dann soll es wohl so sein. ;D

FSJler in der Geflüchtetenhilfe, Fridays for Future

Paul Funke

Auch der Mensch ist Teil der Natur. Auch der Mensch ist auf die Natur angewiesen. Und der Mensch hat den größten Einfluss auf die Natur, ist verantwortlich für die Zerstörung funktionierender Ökosysteme und die dramatischen klimatischen Veränderungen. Deshalb sollte auch der Mensch seine darin begründete Verantwortung übernehmen und tragen. Eben dem versuchen wir mit diesem Begehren näher zu kommen.

Magdalena Wißkirchen

Als Jurist, der zum Klimaschutz im öffentlichen Recht promoviert, kenne ich die rechtlichen und moralischen Verpflichtungen, die uns gegenüber Menschen, der Natur und zukünftigen Generationen obliegen. Ich kenne auch die Rechte, die uns als Bürger*innen zustehen, und setze in meiner freien Zeit alles daran, von ihnen Gebrauch zu machen, um aus der Welt einen gerechteren Ort zu machen.

Jakob Freudenberger

Mir sagte einmal ein Mann, dass die Erde krank sei, aber nicht von Viren oder Bakterien, sondern von uns Menschen. Dieser Mann hatte Recht. Schon heute sind die ersten Veränderungen des Klimas klar zu spüren. Menschen denken, dass uns ein Meteorit oder eine Krankheit am wahrscheinlichsten ausrotten würde, aber sie bedenken nicht, dass der größte Feind des Menschen der Mensch selbst ist.

Klimaaktivist

Yannick Otto

Ich bin es leid, dass jeder einzelne sich noch so abstrampeln kann, sich möglichst klima- und umweltgerecht zu verhalten. Die Politik, auch die kommunale, kommt jedoch kaum voran, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass klimagerechtes Verhalten erleichtert, ev. sogar belohnt wird und sich klimaschädliches Verhalten nicht mehr „rentiert“. Deshalb Klimaentscheid für einen konkreten Aktionsplan mit Regeln und Maßnahmen, die dann auch umgesetzt und kontrolliert werden müssen.

Parents und Scientists for Future Jena, Hausärztin

Michaela Daffner

Die Fakten des menschengemachten Klimawandels liegen auf dem Tisch. Historisch in erster Linie verantwortlich sind wir Menschen des globalen Nordens. Auch die Folgen eines weiter so in die Klimakatastrophe sind hinreichend modelliert. Dennoch heißt es auch in Jena „jetzt noch nicht“, „nur wenn alle anderen auch mitmachen“, „nicht wirtschaftlich“, usw. Ich bin für den Klimaentscheid, dass in Jena endlich etwas konkret vorangeht. Wer, wenn nicht wir…?

Parents und Scientists for Future Jena, Runder Tisch Klima und Umwelt Jena, Arzt

Wolfgang Daffner

Ich bin viel in der Natur unterwegs und liebe Jena dafür, dass man fußläufig schöne Berge, Auen und Wälder mit reichhaltiger Tier- und Pflanzenwelt erreichen kann. Aber bereits jetzt sieht man auch hier überall die Folgen der Klimakrise. Die ganzen kranken oder gar abgestorbenen Bäume tun mir in der Seele weh und ich will das nicht einfach so hinnehmen. Ich möchte meinen Beitrag leisten, dass der Mensch sich wieder mehr um seine Lebensgrundlage kümmert, damit so viel wie möglich der schönen Natur erhalten bleibt. Für mich fängt das direkt vor der Haustür hier in Jena an.

Runder Tisch für Klima und Umwelt Jena, stellv. Mitglied im Beirat für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, «Lobeda gießt»-Initiatorin, Datenbankadministratorin

Katharina Büchse

Ich bin beim Klimaentscheid Jena, da Ich es inakzeptabel und illegitim finde, die gesamte Verantwortung für Klimaschutz auf die Endverbraucher:innen abzuwälzen. Natürlich ist das individuelle Verhalten wichtig, letztendlich brauchen wir aber auch die Rahmenbedingungen, die das steuern. Die Kommunalebene halte ich für einen sinnvollen Anfangspunkt, um Klimaschutz auch auf höheren politischen Ebenen voranzutreiben.

Annegret Rößler